Lesen von Anfang an

Symbol des Leseprojektes

Ausgangssituation
Das 2007 gestartete Projekt "Lesen von Anfang an" hat sich einen festen Platz im Bewusstsein der Bevölkerung von Neuenkirchen und Vörden erworben.
Das gemeinsame Vorlesen und Lesen (bisher vonm Babyalter über das Kindergartenalter bis zum Ende von Klasse 2) konnte mit Hilfe von wertvollen Buchgeschenken erfogreich angebahnt werden, unterstütztvon Fortbildungen und Anregungen durch die Stiftung Lesen.

 


Flyer

Eine Zusammenfassung über unser Projekt "Lesen von Anfang an" entnehmen Sie dem Flyer im Anhang.

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Organigramm

Übersicht der Aktivitäten.

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Lesepyramide_2015

Darstellung der Lesestufen

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Die Konzeption der Lesepyramide
Die von Maria Meyer, der ehemaligen Rektorin der GS Neuenkirchen, entwickelte Lesepyramide zeigt eine Übersicht über das von der Bürgerstiftung vertretene Konzept in fünf Stufen. Diese nachhaltige Leseförderung startet im Kleinkindalter und soll bis zum Ende der Sekundarstufe schrittweise ausgebaut werden. Wie aus der Grafik zu ersehen ist, liegt die Hauptverantwortung für erfolgreiche Sprach- und Lesemotivation in der Familie. Da das Kind schon früh eigene Interessen entwickelt, sollte es aber auch zeitig (mit dem Alter ansteigend) an das Angebot von Büchereien herangeführt werden.
Maria Meyer wird bei diesem Projekt von über 50 ehrenamtlichen "Lesebotschaftern" unterstützt.

Die ersten 3 Stufen wurden schon erfolgreich mit Inhalten und Aktionen aufgefüllt.

2016 startet die 4. Stufe mit den "Lesefüchsen", - Schulübergreifend: Grundschule mit den Klassen 3-4 und Oberschule mit den Klassen 5-6

Babybuchstart mit Hausbesuchen
Titelbild - Babybuchstart mit HausbesuchenMit etwa 5-7 Monaten beginnt das Baby bewusst zu greifen, seine Umwelt genauer wahrzunehmen und sich mit ersten Lauten Gehör zu verschaffen. Mütter, die sich an die veränderte Lebenssituation mit dem ersten Kind erst gewöhnen mussten, sind jetzt stressfreier und aufnahmefähiger. Darum suchen besonders geschulte Lesebotschafter alle Eltern mit Babys gerade zu diesem Zeitpunkt in beiden Ortsteilen auf. Diese Besuche werden zunächst brieflich angekündigt und danach telefonisch abgesprochen. Bei Familien mit Migrationshintergrund (ca.20 %) erfolgt der Brief in der jeweiligen Muttersprache und hier vermittelt beim anschließenden Besuch auch eine entsprechende Patin. So erreichen wir alle jungen Familien. Die Lesebotschafter stellen das Geschenkpaket vor: ein Knisterbuch, ein Pappbilderbuch mit den ersten Gegenständen, ein Buch mit Schmusereimen und ersten Liedern und ein Elternratgeber. Die Lesebotschafter versuchen aus ihren eigenen Erfahrungen heraus, die Freude am frühen Umgang mit dem Bilderbuch weiterzugeben und auf die Bedeutung von Liedern und Schmuesereien hinzuweisen. Sie informieren über weitere Angebote für junge Eltern in der Gemeinde und nehmen sich viel zeit, besonders bei Neuzugezogenen.

Babybuchstart

Bilderbuchstart mit Zweijährigen
Titelbild - Bilderbuchstart mit ZweijährigenDas Alter zwischen zwei und drei Jahren ist die Zeit explosionsartiger geistiger Entwicklung. Das Kind überrascht jeden Tag mit neuen Wörtern. Der Wortschatz vervielfacht sich. Dem Kind gefallen kleine Geschichten, mit denen es sich identifizieren kann. Genau dadurch wird der Zugang zum Buch, die Basis für die Leselust gelegt. Darum laden wir die Eltern mit ihren Zweijährigen (in Gruppen a` 7-8 Kinder) zu einer Bilderbuchstunde in die örtliche Bücherei ein. Dieser Einladung folgen etwa 80% der Familien. Eltern mit Migrationshintergrund brauchen eine besondere mündliche Ansprache. Durch das interaktive übergroße Bilderbuch "Klopf an!" werden die Kinder zum Mittun aufgefordert, die Eltern erhalten Anregungen zur individuellen Förderung ihrer Kinder und können untereinander Erfahrungen austauschen. Ein Flyer gibt wichtige Hinweise zum Vorlesen und Erzählen und der kostenfreie Büchereiausweis sichert den Nachschub an interessanten Bilderbüchern. Wichtig ist, dass die Kinder ihre Bücher selbst aussuchen können, denn schon jetzt oder gerade jetzt entwickeln sie eigene Vorlieben.
Ein Bilderbuch von der Bürgerstiftung und ein altersentsprechendes Gebetbuch, gesponsort von der evang. bzw. kath. Kirche, runden diesen ersten Besuch in der Bücherei ab.

Bilderbuchstart mit Zweijährigen

Bilderbuchstart im Kindergarten
Titelbild - KindergartenMit etwa drei Jahren besuchen die meisten Kinder in Neuenkirchen und Vörden einen der 4 Kindergärten. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, in der die Kinder, die nicht in der "Krippe" waren, selbstständiger werden und sich aus der engen Bindung an die Eltern etwas gelöst haben werden Eltern und Kinder zu einem Lesestartnachmittag eingeladen.
Die Erzieherinnen bereiten für die Neulinge ein Kamshibai, Bilderbuchkino oder Kniebuch vor und die Eltern finden sich zu einem lockeren Austausch über das Vorlesen zusammen. Gemeinsam können empfehlenswerte Bilderbücher durchforstet werden.
Danach dürfen die Kinder ein Buch ihrer Wahl mitnehmen. Im Angebot sind Vorlesebücher, Wimmelbücher, Fahrzeug- und Prinzessinnenbücher sowie Bildwörterbücher für Kinder mit Migrationshintergrund.
Zum Auftakt der 2. Stufe erhielt jede KITA 2010 die große Vorlesebibliothek der Stiftung Lesen, die neben den Erzieherinnen auch von den 25 Vorlesepaten/innen genutzt wird. Die Paten nehmen oft auch an Gruppenveranstaltungen (Morgenkreis, Frühstück und Feiern) teil. Sie treffen sich regelmäßig und tauschen dabei Erfahrungen aus. Einige Patinnen lesen schon 10 Jahre lang, die Älteste ist 80 Jahre, die Jüngste 31 Jahre alt.

Bücher für die Kindergartenkinder

Lesestart für Vorschulkinder
Titelbild - Lesestart für VorschulkinderDie Leseförderung für die Vorschulkinder knüpft an den Termin der Sprachstandfeststellung, ein jahr vor Beginn der Schulpflicht, denn dort werden im Einzelgespräch 98% aller Eltern erreicht. Viele Kinder beschäftigen sich schon mit Zahlen oder Buchstaben, einige können schon ihren Namen schreiben.
Die beste Vorbereitung für die Schule aber ist natürlich weiterhin das regelmäßige Vorlesen am Abend, auch von etwas längeren Geschichten. Was man in einer angenehmen Atmohsphäre (mit Kuscheln) erlebt hat, überträgt sich positiv auf den späteren -für manche Kinder- oft sehr schwierigen Leselernprozess.
Im lockeren Gespräch mit einer erfahrenen Pädagogin suchen Eltern und Kinder wieder ein passendes Buch aus, das den persönlichen Interessen des Kindes entgegenkommt. Auch hier h´gilt es wieder, ein besonderes Augenmerk auf bildungsferne und Migrantenfamilien zu richten. In der Buchauswahl befinden sich deshalb Bild-Wörterbücher in verschiedenen Sprachen, ABC- und Zahlenbücher, Märchenbücher und andere Geschichtenbücher.

Bücher für die Vorschulkinder

Lesestart in den Grundschulen (SKG + Klassen 1-2: Leseanfänger)
Leseprojektförderung GrundschulenDer Auftakt der 3. Lesestufe (Klasse 1-2) wurde 2014 von beiden Grundschulen mit Liedern und Gedichten zum Thema -Lesen- gebührend gestaltet.
Da der Schulkindergarten der Grundschule Neuenkirchen von Vorschulkindern aus beiden Ortsteilen besucht wird, erschien die Anschaffung von audio-visuellen Medien zur Unterstützung der Wortschatzerweiterung in vielen Umweltbereichen als pädagogisch sinnvoll. Für besonders förderungsbedürftige Leseanfänger wurden in den Jahrgängen 1+2 weitere audiovisuelle Bücher zum selbstständigen Erlesen zur Verfügung gestellt. Die Grundschulkinder in Vörden erhielten wertvolle Bilder- und Erstlesebücher, die die Fibel und das Lesebuch in Klasse 2 ergänzen, darunter viele Bilderbücher, die auch Migrationskindern den Zugang zum Buch eröffnen können.
Weitere Aktionen sind bis zum Auftakt der 4. Lesestfe geplant. Die Bürgerstiftung möchte zu ihrem Jubiläum im Jahre 2016 (Auftakt: 4. Stufe der Pyramide) einen Förderpreis vergeben. Denkbar wären Aktionen wie die EInrichtung von Leseclubs oder Lesescouts im Rahmen der Ganztagsschule.

Vorlesen in der Heimstatt
Seit 2011 lesen 7 Frauen und ein Mann in der Heimstatt Clemens-August vor.
Die Heimstatt Clemens-August in Neuenkirchen, Bahnhofsstraße 13 a, ist eine Einrichtung für geistig behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
In Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen der Unter- Mittel- Haupt- und Abschlussklassen gelingt es immer wieder, die Schüler/innen je nach Entwicklungsstand zum Zuhören zu motivieren und im anschließenden Gespräch das Vertrauensverhältnis auszubauen.
Das ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, was beide Seiten bereichert.

Seit 2011 findet auch das Nikolaustreffen statt, für das die Schüler/innen Plätzchen backen und kleine Basteleien vorbereiten. Besonders spannend wird es, wenn sich Schüler trauen,
selbst den Gästen einen vorbereiteten Text vorzulesen. Bei Kaffee, Kuchen und Kerzenschein
tauschen die Teilnehmer/innen ihre Erfahrungen aus und zum Abschluss gibt es ein kleines Geschenkpaket der Bürgerstiftung, das zum weiterführenden Lesen anregen soll.

Vorleseprojekt in der Heimstatt Clemens-August
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