Infoveranstaltung für „Jeden“ 08.10.2013

Mit dem Rechtsanwalt und Notar Ewald Kober wurde folgende Thematik festgelegt:

„Vorsorgevollmacht(en)" - Ich will keine amtliche Betreuung!!!!!

„Patientenverfügung" - Dein Wille – wie es weitergeht!!!!!

„Gesetzliche Erbfolge" - Das sollte man wissen!!!!!

 

Notar Ewald Kober gibt hilfreiche Tipps

Vorsorgevollmachten, Patientenverfügung, Testament: Das sind unliebsame Themen, über die die Deutschen nicht gerne nachdenken, geschweige denn darüber sprechen. Der Neuenkirchner Notar Ewald Kober sprach am Dienstagnachmittag im Kulturbahnhof auf Einladung der Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden über diese drei Themen und stellte eins klar: Wer sich nicht rechtzeitig kümmert, darf sich hinterher nicht beschweren, wenn es nicht so läuft, wie er es sich vorgestellt hat.

Dass so viele Menschen ihren Letzten Willen nicht regeln, findet der Anwalt, der über diese staubtrockenen Themen sehr anschaulich referierte, sehr erstaunlich. Seine Erklärung dafür, dass nur 20 Prozent der Deutschen ein Testament machen, im Vergleich dazu aber 95 Prozent der Briten, schmeichelt den Deutschen nicht: „Wir können uns nicht von unserem Geld trennen", meinte er. Wer sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, solle bei seinem Letzten Willen nichts dem Zufall überlassen, so Kober. „Das Finanzamt freut sich, wenn kein Testament vorliegt", erklärte er, und mit Blick auf die vielen verschiedenen Formen von Partnerschaften fügte er hinzu: „Bei Patchworkfamilien findet sich das Vermögen hinterher ganz woanders, als man denkt."

Kobers Empfehlung: Einen Notar hinzuziehen, der bei der Formulierung des Testaments hilft. Das erspart den Erben viel Arbeit, Urkunden beizubringen und vor allem erspart es ihnen Ärger, der so weit gehen kann, dass sich Geschwister hoffnungslos zerstreiten. Der Notar kann ebenfalls bei der Formulierung von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung helfen, so Kober weiter. Die Patientenverfügung sei eine Erleichterung für Ärzte und für Angehörige, denn in ihr kann ein Patient bestimmen, welche medizinischen Maßnahmen er noch zulassen will, wenn sein Tod unabwendbar ist und er selbst sich nicht mehr äußern kann. Der Arzt sei an solche Anweisungen gebunden, und den Angehörigen würden schwere, belastende Entscheidungen abgenommen. Eine Vorsorgevollmacht empfahl Kober allen volljährigen Menschen. Dort kann jeder für sich und sehr individuell regeln, wer ihn im Falle der Geschäftsunfähigkeit juristisch vertreten soll. Mit einem Beispiel aus der Praxis machte Kober deutlich, dass auch junge Menschen eine Vorsorgevollmacht haben sollten: Eine junge Frau liegt in Köln im Krankenhaus, und ihre Eltern möchten sie ins örtliche Krankenhaus verlegen lassen. Ohne Vorsorgevollmacht müsse zunächst eine amtliche Betreuung eingeleitet werden, die dann aber den Eltern nicht zwingend gestatten muss, ihre Tochter nach Hause zu holen.

Gütesiegel

Der Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden wurde im Oktober 2012 zum 4. Mal hintereinander das Gütesiegel des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen verliehen. weiter

5 Jahre Leseprojekt

Der Geschichten- und Märchenerzähler Marco Holmer stellte den Erzieherinnen der örtlichen Kindergärten, den Lesebotschaftern und den Vertretern der Grundschulen das Geschichtenerzählen nach dem "Kamishibai-Prinzip" vor. Pressebericht weiter

Kinder für Kinder

Der St. Paulus Kindergarten und die Grundschule Vörden spenden für die Weihnachtsaktion der Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden. Pressebericht weiter

Neuenkirchen-Vörden hat Talente

Die Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden kündigt für 2013 mit der Förderung von begabten Kindern ein neues Projekt an, siehe Pressebericht der OV vom 24.12.12. Pressebericht weiter

Erweiterung des Seniorenprojektes

Mit dem Einsatz eines "Kümmerers" als Pilotprojekt in der Bauernschaft Bieste erweitert die Bürgerstiftung ihr Angebot für Senioren. Pressebericht weiter

Alle Artikel anzeigen

nach oben